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Auf die Menschen kommt es an - Platz für Humanisten auf dem Corso Leopold am 25. und 26. Mai

Zuletzt aktualisiert von presse am 16. Mai 2019 - 17:00
 
Auf Einladung des Bundes für Geistesfreiheit München zeigt ein breites Bündnis religionsfreier Organisationen unter dem Motto „Auf die Menschen kommt es an!” am Platz für Humanisten auf dem Corso Leopold das fröhliche Gesicht des säkularen Humanismus.
 
Highlights im Programm sind der Philosoph Michael Schmidt-Salomon, der über die Legende vom christlichen Abendland spricht, Stefan Paintner von der Säkularen Flüchtlingshilfe e.V., der Schwabinger Kabarettist Holger Paetz mit seinem Programm "Fürchtet Euch!" und der Tourstopp des Kamapagnenbusses der Giordano-Bruno-Stiftung, der unter dem Motto "Abschied von der Kirchenrepublik: 100 Jahre Verfassungsbruch sind genug" durch ganz Deutschland fährt und die konsequente Trennung von Staat und Kirche fordert.
 
Warum es einen Platz für Humanisten braucht
 
"Ausgrenzung, Diskriminierung, Abschiebung, Isolierung – obwohl alle Menschen sich eine Zeit und einen Planeten teilen, finden wir leider viele Gründe, das Trennende und nicht das Vereinende in den Vordergrund zu stellen. Ob Politik, Religion, Staatsangehörigkeit, Geschlecht oder Hautfarbe, meist wird die Andersartigkeit betont und als Argument für Ablehnung, Feindschaft oder Hass verwendet. Am Platz für Humanisten geht es um eine tolerante, offene Weltsicht, die sich auf ein Leben im Hier und Jetzt konzentriert," sagt Michael Wladarsch, Vorsitzender des bfg München, der seit dem Jahr 2015 den Platz für Humanisten auf der größten Straßenfest der Republik organisiert.
 
Wladarsch weiter: "Obwohl 55 % der Münchnerinnen und Münchner konfessionsfrei sind, ist diese Gruppe nirgendwo politisch repräsentiert und wird als relevanter Faktor der Stadtgesellschaft nicht wahrgenommen bzw. sogar bewusst ignoriert. Das soll und muss sich ändern." Auf dem  Platz für Humanisten bietet sich am 25. und 26. Mai die Gelegenheit zahlreiche säkulare und religionsfreie Gruppierungen wie die Giordano-Bruno-Stiftung, den Humanistischen Verband Deutschlands, die Freidenker München, den IBKA oder den KORSO kennenzulernen.
 
Buntes Wort- und Musikprogramm
 
Neben dem traditionellen "Philosophischen Weißwurstfrühstück" des bfg München finden außerdem zwei Diskussionsrunden statt: "Rechtsruck in Europa?" mit Münchner Stadträten und "Cradle to Cradle" - Talk und Aktion zum Thema "Echte Nachhaltigkeit" mit Vertretern von "Fridays for Future" und "extinction rebellion".
Musik und Gesang kommen von Lucile & the Rakibuam, EDLROST, Charles Darwin Gospelchor, Karl Marx Brothers und Punkt Vier.
 
Das vollständige Programm auf dem Platz für Humanisten an der Münchner Freiheit finden Sie unter diesem Link.