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Bushido erhält den "Bambi" als Vorbild für Integration?!

Zuletzt aktualisiert von bfg-muenchen am 21. Oktober 2011 - 2:00

Stimmen dafür und dagegen (11.11.): bei You Tube ein Fürsprecher. Ansonsten sollte man nicht zu sehr auf solche Werbemaßnahmen anspringen.

Möchtegern-Gangster Bushido wird mit dem Bambi für gelungene Integration ausgezeichnet (Stern.de, 8.11.).
Wer ihn nicht kennt, hier mal ein paar Lyrics dieses strahlenden Beispiels:
„Ich hab gehört ich soll die Frauen akzeptieren,
ich bin ein Mann und hab nichts zu verlieren,
du willst Respekt halt den Mund und hör zu!
Dein Silikon gehört mir und meiner Crew,
du willst von uns, dass wir dich auf Händen tragen?
Mit der Rechten werd ich wichsen mit der Linken dich schlagen...“

(„Mit dem Schwanz in der Hand“ - 1999)
  ... und auch ein Video
So besonders freigeistig und humanistisch klingt das nicht, aber es mag wunderliche Vorstellungen von Integration geben. Bei gbs und bfg herrscht die Meinung vor, es ist doch nicht gar so gelungen. Wer das auch meint, kann es unterstützen, wenn er eine Mail an press@bambi-awards.com schickt.
gbs-Kommentar dazu: Also um's kurz zu machen. seine Texte und persönlichen Aussagen und Handlungen sind ziemlich kongruent gewaltverherrlichend, schwulenfeindlich und frauenverachtend und der Autor hält es für hochgradig problematisch, eine solche Person als gelungenes Beispiel  für Integration zu verkaufen(!).
Beispiel-Mail von GeFAHR e.V.:
"Es war sehr bestürzend, zu erfahren, dass Sie ausgerechnet "Ghetto-Rapper" Bushido als gelungenes Beispiel mit dem Bambi auszuzeichnen gedenken. ... Ein selbsterklärter "Gangster-Rapper" mit einem hochgradig übersteigerten Ego, dessen Songtexte, dem Metier entsprechend, äußerst gewaltverherrlichend, schwulenfeindlich und frauenverachtend daherkommen, ist geradezu das Klischee für GESCHEITERTE Integration.
Dies ist auch nicht mit einem euphemistischen "provankant aufrüttelnd" schönzureden. Das ausgerechnet ein Mann der auch außerhalb seiner "Kunst" das Schlagen von Frauen befürwortet und verteidigt und sich öffentlich wiederholt homophob äußert, als positives Beispiel für gelungene Integration benutzt wird, ist schlichtweg zynisch. ...
Möglicherweise haben Sie ja erfreut Bushidos augenscheinlichen "Anti-Gewalt-Aktionen" zur Kenntniss genommen und daraufhin auf weitere Recherchen verzichtet. Da diese natürlich im krassen Kontrast zu seinen Aussagen und Texten stehen, kann man sie nur wieder als bushido-typisches politisches Mittel zum Zweck (mehr Bekanntheit = mehr Einnahmen) werten. Vielleicht ist das Kriterium für "gelungen" auch einfach nur "finanziell erfolgreich" aber wenn Bushido als gelungenes Beispiel gewertet werden darf, dann müssen wir bestürzend erfolglos in unseren Integrationsbestrebungen sein. ...
Ich hoffe, dass sie den Anstand besitzen, von dieser "Adelung" abzusehen, sich nicht von politisch motivierten Scheinaktionen utilisieren lassen und sich gegen Bushidos unethisches "Gedankengut" aussprechen
."
Naja, vielleicht läutert sich der gute Bushido ja, und nennt sich hinfort Bambido und schnulzt nur noch rum ...