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Homosexualität und Islam - eine Diskussion zur Fühlungnahme

Zuletzt aktualisiert von bfg-muenchen am 16. Februar 2011 - 1:00

Sammlung zum Thema Homosexualität: Päderasten in Priesterkleidung (FAZ 12.12.2010) - Von Brüdern und Komplizen.
"Auch in Deutschland konnten Päderasten in Priesterkleidung zum Teil jahrelang unbehelligt ihren Neigungen frönen. Das Ausmaß sexueller Übergriffe des Klerus in Deutschland wird sich nicht aufklären lassen."
Dort gibt es auch einen Artikel "Hinter den frommen Kulissen" (nicht online), der auf das Buch von David Berger Bezug nimmt. Der heilige Schein, als schwuler Theologe in der katholischen Kirche. Berger analysiert kritisch den Umgang der katholischen Kirche mit Homosexualität. Dabei konstatiert er eine zunehmende Homophobie in der katholischen Kirche. Die Zahl homosexuell veranlagter katholischer Priester sei überdimensional hoch (bfg: wird bis zu 50% geschätzt), ihre geheim zu haltende und seit 2005 vom kirchlichen Lehramt explizit als unzulässig verurteilte Veranlagung werde von der Kirchenoberen dazu benutzt, diese Priester möglichst loyal, d.h. im gegenwärtigen Kontext konservativ, zu halten. Kommentar bfg: Herr Berger scheint ein Scheinheiliger zu sein, wenn er für sich sexuelles Leben beansprucht, wo er doch gleich seinen Kollegen Enthaltsamkeit geschworen hat. Es wäre redlicher, wenn er der Dogmatik ums Zölibat explizit abgeschworen hätte.

Die Süddeutsche Zeitung berichtet am 16.2. (nicht online) im München-Teil über "Ein heikles "Phänomen." Dietmar Holzapfel, bfg-Vorstand und Wirt der "Deutschen Eiche" diskutiert mit dem Penzberger Imam Benjamin Idriz über Homosexualität und Islam. SZ-Kommentar: "der Prediger hält sich bei diesem Thema bedeckt."

Dietmar Holzapfel hat "den Koran studiert," um sich auf eine inhaltliche Auseinandersetzung vorzubereiten, aber Benjamin Idriz bleibt unverbindlich. Er möchte seine Rolle als "der liberale Vorzeige-Imam" nicht gefährden. Deshalb kann er die Homosexualität weder verteufeln noch gutheißen, denn das würde ihm der muslimische Mainstream übelnehmen. So bleibt es bei Aussagen wie: "Der Islam wird die Homosexualität nicht gutheißen" und " Ob es Sünde ist oder nicht, bleibt Gott überlassen." Holzapfel kommt ihm sehr weit in seinem eigenen Glauben entgegen: weil "Homosexualität doch gottgegeben ist, und man Gottes Werk doch nicht kritisieren darf." Dem Imam fällt dazu nicht viel ein, er sei "noch nie mit dem Thema konfrontiert gewesen." immerhin versteht er sich zu der Aussage: "Kein Mensch darf einen anderen diskriminieren, auch nicht wegen seiner Homosexualität."

Damit ist Idriz deiner Zunft weit voraus. Wie es im real existierenden Islam aussieht, wird in den folgenden Artikeln zum Islam und zur Beschneidung (die Themen überschneiden sich dort) dokumentiert. Die Bandbreite von Idriz zu den Fundis ist ist wohl mehr als einen Steinwurf breit ...