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Mitgliedergewinne seit acht Jahren - Bund für Geistesfreiheit Bayern zieht positive Bilanz

Zuletzt aktualisiert von presse am 27. Juli 2020 - 13:43
Delegierte aus den Ortsgemeinschaften des bfg Bayern

Mit über 6.200 Mitgliedern ist der Bund für Geistesfreiheit Bayern (bfg Bayern) die mitgliederstärkste säkular-humanistische Organisation in Bayern. Die Delegierten aus den 9 Ortsgemeinschaften konnten am Samstag, 18. Juli, in München eine überaus positive Bilanz ihrer Aktivitäten ziehen.

Während den Kirchen die Mitglieder davonlaufen und auch in Bayern in absehbarer Zeit weniger als 50% der Bevölkerung einer der beiden christlichen Großkirchen angehören, ist der Mitgliederzuwachs beim bfg Bayern eine Konstante.

Einig waren sich die Delegierten, dass es auch in den nächsten Jahren darum gehen wird, dass die ungerechtfertigten Staatsleistungen an die Großkirchen in Milliardenhöhe endlich abgeschafft werden. Für die Schulen in Bayern strebt man einen Ethikunterricht als Regelfach an - bei gleichzeitiger Abschaffung des katholischen und evangelischen Religionsunterrichts. Auch das Sonderrecht der Kirchen als Arbeitgeber will der bfg abgeschafft wissen. "Es kann nicht angehen, dass über 2 Mio Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer keine Tarifverträge für sich aushandeln dürfen und das Betriebsverfassungsgesetz bei den kirchlichen Arbeitgebern keine Gültigkeit hat“, monierte der Vorsitzende der Organisation, Erwin Schmid, in seinem Geschäftsbericht.

Als Interessensvertretung des säkularen Teils der Bevölkerung in Bayern ist es dem Bund ein Anliegen, dass der Södersche Kreuzerlass vom Bayerischen Verwaltungsgerichtshof gekippt wird. Eine entsprechende Klage haben der bfg München und der bfg Bayern im Jahr 2018 eingereicht.

Besonders freut sich der bfg Bayern darüber, dass die evangelische Kirche das „Besondere Kirchgeld“ seit 2019 nicht mehr erhebt. „Damit hat man Ehepaare belastet, bei der ein Partner nicht mehr Kirchensteuer zahlt, weil nicht konfessionell gebunden, man aber trotzdem vom anderen Partner Geld eingetrieben hat. Da die Mitgliedschaft im bfg Bayern eine befreiende Wirkung entfaltet hat und diese Möglichkeit auch rege genutzt worden ist, hat die evangelische Kirche hier einen Rückzieher gemacht.

Bei den anstehenden Neuwahlen des Vorstandes wählten die Delegierten wieder Erwin Schmid aus Regensburg zum Vorsitzenden. Seine Stellvertreter sind Bettina Preiss, Regensburg, Michael Wladarsch, München und Frank Riegler aus Erlangen.