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Neuigkeiten von Michael Schmidt-Salomon

Zuletzt aktualisiert von bfg-muenchen am 13. Februar 2012 - 1:00

Ein neues Buch von MSS ist im Handel: Schmidt-Salomon, Keine Macht den Doofen! Eine Streitschrift bei Piper.
Finanzakrobaten, die mit Milliarden jonglieren, aber das kleine Einmaleins nicht beherrschen. Politiker, für die nur Stimmen zählen - statt Argumente. Religiöse Fanatiker, die uns mit modernsten Waffen ins Mittelalter zurückbomben wollen: Hinter der globalen Misere steckt, so Schmidt-Salomon in seiner mitreißenden Streitschrift, eine einzigartige, weltumspannende Riesenblödheit. Ein Aufruf zum Widerstand gegen den Irrsinn unserer Zeit. (Verlagstext)
Kommentar bfg: Ob das zielführend ist, alles an der angeblichen Dummheit der Herrschenden festzumachen? Die haben erhelblich mehr IQ, als MSS ihnen vorderhand zugestehen mag. Eher stellt sich doch die Frage nach der Intelligenz der Leute, die sich Missbrauch der Herrschaftsstrukturen und Umverteilung von unten nach oben gefallen lassen.

Interview mit Michael Schmidt-Salomon - Unmündigkeit wird sozial erworben - Interview aus dem Schweizer Tagesanzeiger vom 31.1.2012, pdf von atheisten-info.at

DR-Interview mit Michael Schmidt-Salomon - Religionskritiker: "Wir müssen kritisch hinterfragen" - Philosoph plädiert dafür, keine Rücksicht auf die Verletzung religiöser Gefühle zu nehmen - Michael Schmidt-Salomon im Gespräch mit Britta Bürger (Deutschlandradio)
Von eine großen Tradition des Abstandnehmens von Religionskritik spricht der Philosoph und Publizist Michael
Schmidt-Salomon. Er kritisiert, dass viele Menschen aus Berufsgründen gezwungen werden, Mitglieder der Kirchen
zu sein und fordert Gläubige auf, religiöse Konzepte anzuzweifeln (pdf von atheisten-info.at)

Rechtsstaatliches Wahrheitsgebot für Predigen, schreibt die SZ am 25.8. - Grenzen der Verkündigung Derselbe Tatbestand in Bischof muss bei Wahrheit bleiben bei atheisten-info.at
In der katholischen Kirche mag ein Bischof Sonderrechte genießen, die in Sphären der Narrenfreiheit vorstoßen - so launig kommentiert das die SZ, um feinfühlig um die Bedeutung von MSS herumzuschreiben "der religionskritische Publizist Michael Schmidt-Salomon." Es geht um die Schmährede von Bischof Müller gegen MSS. Schon der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hatte Müller zurechtgestutzt: Das Persönlichkeitsrecht schütze davor, dass jemandem "Äußerungen in den Mund gelegt werden, die er nicht getan hat". Das gelte auch für Predigten kirchlicher Würdenträger. Eine Revision ließ das Gericht nicht zu. Dagegen legte Müllers Diözese Beschwerde in Leipzig ein - und scheiterte. Es wirkt grotesk, wenn die Bundesverwaltungsrichter die Beschwerdeführer auf Artikel 1 Absatz 1 des Grundgesetzes verweisen müssen, den jedes Schulkind aufsagen kann. Religionsfreiheit sei nicht schrankenlos garantiert, sie finde "ihre Schranken in den Grundrechten Dritter". Na fein, dann ist das endlich klargestellt, außer für Bischof Müller: Womöglich wird Müller weiterklagen - bis zum jüngsten Gericht.

Wir übernehmen den Bericht von Robin Schlenga von der gbs-Regionalgruppe (2.7.):
Zum Juliauftakt konnte der humanistischen Szene in München etwas ganz Besonderes geboten werden: Am 1.7. lasen Michael Schmidt-Salomon, der bekannte Philosoph und Humanist sowie seine Tochter Lea Salomon in der Münchener Seidlvilla aus ihrem neuen gemeinsamen Buch “Leibniz war kein Butterkeks – Den großen und kleinen Fragen der Philosophie auf der Spur”, das hier erhältlich ist.
Der Andrang war überwältigend, und schnell war der Saal bis auf den letzten Platz gefüllt – nicht wenige nahmen sogar Stehplätze entlang der Wände ein, um einen der großen lebenden Philosophen (oder vielleicht auch seine attraktive Tochter) in Aktion bewundern zu können.
Wer die philosophischen Werke Schmidt-Salomons kennt, weiß um die oftmals brillanten, aber nicht immer ganz einfachen Formulierungen, die einem Laien oftmals die Lust am Weiterlesen nehmen. Dieses Phänomen, das so typisch für diese Art der Literatur ist, fiel auch Schmidt-Salomons Tochter Lea auf, die ihren Vater sofort dafür kritisierte. Aus den Gesprächen, die beide über Jahre führten, und in denen Michael Schmidt-Salomon seinem Nachwuchs ganz direkt die Fragen zum Leben und Tod, aber auch zum Glauben und zur Philosophie beantwortete, kondensierte sich bald dieses neue Buch, das so manchem als Einstieg dienen kann in die Welt der Philosophie – und in die abstrakteren Schriften Schmidt-Salomons.
Bei ihrer Lesung berichteten Vater und Tochter von der Entstehung des Buches und lasen einige Passagen mit einer erfrischenden Nonchalance vor, die wohl genau dem Ton des Werkes entspricht. Man muss die publizistische Doppelspitze durchaus loben: Michael Schmidt-Salomon, der in der ihm eigenen hintergründigen, augenzwinkernden Art als Reiseführer durch die Welt der Philosophie figuriert, nimmt mit seiner jungen, quirligen und stets fröhlichen Tochter Lea Salomon auch die jüngeren Leser mit ins Boot und sorgt mit ihr einerseits für Abwechslung auf dem Podium, andererseits für stetige Jugendverträglichkeit seiner Ausführungen. Die Vater-Tochter – Komponente sorgt zusätzlich für einige amüsante Szenen und erlaubt hier und da den Blick in den Erziehungsalltag eines “agnostischen Atheisten”.
Im Anschluss an die Lesung zogen die Mitglieder der Regionalgruppe München der GBS sowie weitere Interessierte mit Michael Schmidt-Salomon und Lea Salomon in ein unweit gelegenes Wirtshaus und hatten dort Gelegenheit, Anliegen der Regionalgruppe zu besprechen, aber auch ganz privat Kontakt zu Vater und Tochter aufzubauen. Entsprechend lange wurde noch angeregt debattiert, gefragt, geantwortet und gelacht.
Der Bund für Geistesfreiheit München und die Münchener Regionalgruppe der Giordano-Bruno-Stiftung freuen sich sehr über das rege Interesse und hoffen, auch weiterhin auf so viele offene Ohren zu stoßen.


Michael Schmidt-Salomon stellt seine Philosophie vor: Vom schönen Sex im sinnvollen Leben (8.4.11 in der SZ). Dazu eine  Veranstaltung am Freitag, 01.07., 19h30 - Vortrag/Diskussion in der Münchner Seidlvilla über das Buch"Leibniz war kein Butterkeks" mit Michael Schmidt-Salomon und seiner Tochter Lea Salomon


Michael Schmidt-Salomon gewinnt gegen Bischof Müller (4.3.), der hpd berichtet zum Thema Auch Bischöfe müssen bei der Wahrheit bleiben:
REGENSBURG. (hpd) Der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller hat im Rechtsstreit mit dem Philosophen Michael Schmidt-Salomon eine Niederlage erlitten: Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof sah es als erwiesen an, dass Müller in der Auseinandersetzung mit Schmidt-Salomon die „Pflicht zur Sorgfalt, Sachlichkeit und Wahrhaftigkeit“ nicht erfüllt hat. Ein Urteil mit weitreichenden Folgen. Weiteres Material dazu bei atheisten-info.at
Die Süddeutsche Zeitung hat dazu einen Artikel gebracht (nicht online) 7.3.11 Seite 11: "Das achte Gebot  - Auch Bischöfe müssen bei der Wahrheit bleiben" Der Regensburger Oberhirte Gerhard Ludwig Müller hat durch Richterspruch in zweiter und vorerst letzter Instanz verloren. Er mußte sich durch die Richter des  Bayerischen Verwaltungsgreichtshofs  die ausdrückliche Mahnung ins Stammbuch schreiben lassen, ..."dass auch er als Prediger zur Wahrung von Sorgfalt, Sachlichkeit und Wahrhaftigkeit verpflichtet sei."  "Für einen Bischof ist dieser Richterspruch eine schallende Ohrfeige," meint die SZ. Der Hintergrund: In einer Predigt hatte der Oberhirte den weltbekannten Religionskritiker Dr. Michael Schmidt-Salomon öffentlich angegriffen wegen seines Kinderbuches : "Wo bitte geht´s zu Gott, fragte das kleine Ferkel". Dieses Kinderbuch bringt in einer Kindern angemessenen Form "Lessings Ringparabel" im "Nathan"  nahe. Absurderweise hatte der Bischof dem Verfasser offenbar öffentlich unterstellt, dieser stelle in seinem Buch "das Verbot der Kindstötung in Frage".  Gipfel de Absurdität : der Bischof klagt weiter vor dem Bundesverwaltungsgericht, "da seine im Grundgesetz verankerte "religiöse Äußerungsfreiheit " verletzt sei! Kommentar bfg: keine sinnvolle Verwendung der Kirchensteuer ...

Das große Echo auf das Interview enthält eine Menge kontroverse Meinungen. "Religion ist die Krücke für die, die nicht aufrecht durchs Leben gehen." Ein paar absurde Meinungen zur Wissenschaft sind auch dabei. Es wird wohl Zeit für eine allgemeine Aufklärung, die den Skeptikern erklärt, dass Wissenschaft Wahrheitssuche ist, und dass sie nicht in dieselbe Glaubenskategorie fällt wie die Religion.
Where religion belongs

Interview mit Michael Schmidt-Salomon im Tagesanzeiger. Der Vorsitzende der Giordano-Bruno-Stiftung äußert sich als Atheist oder Agnostiker zu den Fragen rund um die Religion herum. Ein lesenswertes Interview, das den religionskritischen Bereich kompetent abdeckt.