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News von Papst & Spezln

Zuletzt aktualisiert von bfg-muenchen am 23. März 2013 - 1:00

Herr, befreie uns von der Versuchung des gesunden Menschenverstands“. So betete Papst Franziskus laut Radio Vatikan* am 20. April 2013 wörtlich in der Frühmesse im Vatikan. Dass der Papst nicht erst seit heute so denkt, zeigt ein Zitat aus einem seiner Bücher: „Das Schlimmste, was einem Menschen passieren kann, ist, dass er sich von den ‚Irrlichtern’ der Vernunft führen lässt.“ Es gaht also darum, die ‚Hure Vernunft’ (Martin Luther) von ihren „Verblendungen“ (!) zu „befreien“.
Danke für diese Auskunft, oh Ihr Kirchenfürsten. Hoffen wir, dass möglichst vielen Menschen das schlimmste passiert und sie die Vernunft gegen die doofen Göttermärchen zum Einsatz bringen (30.4.)!

Vom päpstlichen «Geheimnis des Lichts» und seinen frischen Evangelisierungsreden berichtet atheisten-info.at (29.3.). Das Wort lautet: gehet hinaus und lehret alle Völker und Menschen! Gemeint ist natürlich: gehet hinaus und belüget alle Menschen mit euren Gottesphantasien und tut so, als ob dieser Simsalabim Realität wäre. Diese Interpretation erschließt auch den tieferen Sinn der Ostereier, die man den unschuldigen Hasen untergeschoben hat: Es geht darum, die Menschen zu vergackeiern! In diesem Sinn frohe Ostern, wünscht der bfg.

Im Gegensatz zu den reaktionären Äußerungen unten mit dem Bild sieht die SZ (vom 28.3.) den neuen Papst als Reformator: ... Auch Äußerungen aus Deutschland zeigen, wie groß innerhalb der katholischen Kirche der Wunsch nach Veränderungen ist. Der (ganz anders bekannte, Kommentare bfg)  Münchner Kardinal Reinhard Marx kritisierte gegenüber der Nachrichtenagentur dpa das "Hofstaat-Gehabe" der Kurie in Rom. "Der Nachfolger Petri kann kein Monarch sein", sagte Marx (beim abgedankten Benedikt galt das wohl noch nicht?). Vom neuen Papst erhoffe er sich eine Kurienreform: "Es war ein Grundgefühl bei den Kardinälen, dass sich etwas ändern muss, dass man Zuständigkeiten neu überlegen muss, dass man die Skandale der Vergangenheit aufarbeiten muss. Darum wird sich der Papst sicher kümmern." (und warum hat's der Alte nicht getan, und warum wurde in der SZ trotzdem immer nur gelobhudelt?)
Der Apostolische Nuntius in Berlin, Erzbischof Jean-Claude Perisset, sagte der Mittelbayerischen Zeitung, man müsse über die Verwendung kirchlicher Finanzen nachdenken: "Wir haben einen Mercedes, aber es tut doch auch ein preiswerter Volkswagen." Die deutsche Kirchensteuer sei jedoch sinnvoll. Er deutete auch Bewegung beim Zölibat an: "Vielleicht wird man auf einer Synode darüber diskutieren." Man müsse Vor- und Nachteile des Zölibats auf der ganzen Welt untersuchen.
Gar nicht nötig, meint der bfg, die Stimme der Vernunft pfeift es längst von allen Dächern, dass die Kirchenfinanzen ein Skandal sind und dass der Zölibat ein archaischer Nonsens ist. Mal sehen, ob Franziskus dem Luther Konkurrenz macht.

Die SZ schreibt am 19. 03. auf Seite 8 über "Frauen unter Schutz" (nicht online). Demnach hat sich die UN-Kommission zum Status der Frauen endlich darauf geeinigt, dass Frauen die selben Rechte zustehen wie Männern. Eine starke Allianz von Russland, dem Vatikan, Iran, Sudan und einigen anderen muslimischen Ländern hat versucht, die Frauenrechte von Tradition und Religion abhängig zu machen, ist aber unterlegen. Man hört befremdet, dass bei den Verhandlungen der Vatikan mit Syrien zusammengearbeitet habe, um etwa jede Erwähnung von Rechten von Menschen zu streichen, die sich nicht mit ihrer biologischen Geschlechterrolle (?!)identifizieren. Da hat der Papst noch was zu tun, oder sieht der das etwa auch so?

Dazu ein Kommentar von Dr. Heinrich Klussman (bfg), 22.3.): Auf allen Sendern laufen Papstfestspiele mit den neuen, ach so gütigem Franziskus und seiner Charmeoffensive, während sich klammheimlich in der Uno der Vatikan, also die katholische Kirche, mit Verbrecherdiktaturen wie Iran und Syrien gegen Europa - und damit auch uns, Deutschland - und Amerika verbündet, um die Menschenrechte für Frauen zu verhindern! Auch wenn für uns Aufgeklärte die Kumpanei der kath. Kirche mit Verbrecherorganisationen und -Staaten nichts Neues ist. sollten wir diese Tatsache nicht einfach zur Kenntnis nehmen. Hier haben wir eine Ungeheuerlichkeit, einen neuen Beweis für die verlogene und vor allem undemokratische und menschenrechtsverletzende Ideologie der kath. Kirche. Es ist unsere Pflicht, unsere Politiker und Abgeordneten auf diese Tatsache hinzuweisen. Denn schließlich erzieht diese Kirche unsere Kinder in den Kindergärten und Schulen zu ihren vielgepriesenen Werten. Aber welche Werte sind das bei solchen Freunden? Bitte bedenken Sie, ohne die Jahrhunderte lange Vorarbeit der Kirchen im Religionsunterricht der Schulen und Kirchen selbst ist z. B. der Holocaust der Nazis überhaupt nicht möglich, ja nicht einmal denkbar gewesen. Besonders verärgert bin ich auch über die mangelnde Neutralität und unausgewogenheit unserer Presse. Übrigens, auch Hitler und Stalin haben Kinder auf den Arm genommen und geküsst. Ist das schon alles wieder vergessen?

Unehrerbietiger Kommentar auf der Titelseite der taz vom 13.3.: Alter Sack der Xte.
Der neue Papst ist, den bislang vorliegenden Informationen nach zu urteilen, ein reaktionärer alter Sack wie sein Vorgänger, der seinerseits einem reaktionären alten Sack gefolgt war, der wiederum einen reaktionären alten Sack beerbt hatte. Alter Sack I. folgte Alter Sack II., Alter Sack II. aber folgte Alter Sack III., in einem fort, jahrein, jahraus.
Kommentar bfg: Auf den HitlerJungen Benedikt folgt nun ein Junta-Freund mit dem Tarnnamen Franziskus. Wie ging der Reim? „Wenn er seine Kutte rafft, schaut hervor ein Stiefelschaft“
Oje, drei Tage im Amt und schon verschissen, was hat die Vatikanmafia da bloß wieder für ein reaktionäres Urviech ausgegraben?

Trübe Aussichten für den neuen Papst. denn frauenfeindlich ist er auch noch:

Erhellende Ansichten über das Heilige-Stuhl-Rennen (15.3.):

... und eine erste schändliche Botschaft des neuen Papstes Franziskus: „Wer nicht zum Herrn betet, betet zum Teufel. Wer sich nicht zu Christus bekennt, gibt die Welt der Weltlichkeit des Teufels anheim.“ (Messe mit den Kardinälen des Konklave, Sixtinische Kapelle, Rom, 14.3.2013). Pfui, wie kann der neue Papst so eine Verunglimpfung aller Nichtchristen auch nur denken? Ist das die Neuauflage von Ratzinger mit den alten reaktionären Inhalten?

Eine angemessene Würdigung des neuen Papstes findet sich bei atheisten-info.at (14.3.). leider kein Reformer, wie es scheint. Aber man sollte ihm eine Chance geben, seine Absichten zu zeigen.

Der bfg wartet wie alle anderen darauf, dass die Raucherzeugung des Vatikans mit weißem Rauch und ohne Vernebelung zuendegeht. Möge der neue Papst ein Reformer sein, der dem Katholizismus aus dem Mittelalter heraushilft (13.3.)! Ein letztes Wort zum "emeritierten" Papst: der "Stellvertreter Gottes" hat seine an sich unkündbare Vertretung aufgegeben, so dass sich die Gläubigen eigentlich verarscht vorkommen müssten. Wer kündigt als nächstes, mssen sie sich doch fragen, womöglich Gott selber? Aber das Hochheilige scheint disponibel zu sein, wo es in den Kram passt, und so ist der Papst mit seiner Dreistigkeit erstaunlich gut durchgekommen.

Schwer mitgenommen von der Bürde des Amtes gab "seine sogenannte Heiligkeit" das Pontifikat auf (1.3.) Wirklich kein Verlust.

Na gut jetzt hat der Mann mit dem putzigen Hütchen den Hut genommen (12.2.). Seinen Doktorhut hat er aber noch, was ist da schiefgegangen? Ein sprachloser Kommentar angeblich vom Vatikan und paar Kommentare dazu, ergänzt 14.2.:

... und eine Bildersequenz, aus der die wirklche Rücktrittsursache hervorgehen könnte:

... und die Süddeutsche Zeitung kriegt sich gar nicht mehr ein in ihrer Religionsbeflissenheit, die sie mit seitenlangen Berichten bekundet. Merkwürdig, wenn es um so einen reaktionären und ewiggestrigen Papst geht, der seiner Kirche schwer geschadet hat. Ein paar Hintergrundinfos zum vorab bekanntgewordenen Rücktritt und ein Beispiel für die Weltfremdheit des Pontifex'. Gott kommt in unserer Welt nicht mehr direkt vor? Tja, das kommt vor, bei Leuten, die es nicht gibt.

Der SPIEGEL schreibt über Finanzen des Vatikan Intrigenstücke um Macht und Geld (7.1.): Papst Benedikt XVI.: Eintrittskarten nur noch gegen Bargeld. Die italienische Finanzaufsicht hat den Scheck- und Kreditkartenverkehr der Vatikanbank mit EU-Geldhäusern gestoppt. Neue Nahrung für den uralten Verdacht, dass über die Kirchenkonten Schwarzgeld gewaschen wird. Betroffen ist auch die Deutsche Bank.

Wir nutzen die Recherche von atheisten-info.at (1.1.): Universitätsprofessor attackiert Papst - weil der zugrundeliegende Artikel von den kirchlichen Kreisen todernst genommen wurde und wieder Zensur versucht wurde, hier der Originaltext Parncutts, allerdings zeitweise wegen Überlastung nicht erreichbar, daher wurde der englischsprachige Text aus dem Google-Cache kopiert und hier zum Selberlesen gesichert.

Über die blinde Finsternis schreibt atheisten-info.at (30.10., eine Papstpredigt zur Neuevangelisierung): "... um das Licht an Blinde zu verteilen, braucht man klarerweise zuerst nicht das Licht, sondern Blinde!"

Die weltlich-unwirkliche Diskussion um Erfolg und/oder Misserfolg des 2. Vatikanums deckt einige kuriose Aspekte auf, so auch das Dilemma des aktuellen Papstes. Dazu ein Kommentar (pdf) von Georg Korfmacher (20.10.).

Kommentar zur päpstlichen Titanic-Affaire von Georg Korfmacher (1.9.): wer hätte gedacht, dass sich ein Oberhaupt einer Kirche solcher Lächerlichkeit preis gibt? Erst gross aufgetrumpft, und dann kläglich den Schwanz eingezogen.

Einen alten Text vom Pontifex hat atheisten-info.at ausgegraben (pdf vom 18.6.) - der damalige Bischof Ratzinger über die Heidenkirche
... Dieses dem Namen nach christliche Europa ist seit rund vierhundert Jahren zur Geburtsstätte eines neuen Heidentums geworden, das im Herzen der Kirche selbst unaufhaltsam wächst und sie von innen her auszuhöhlen droht. Das Erscheinungsbild der Kirche der Neuzeit ist wesentlich davon bestimmt, dass sie auf eine ganz neue Weise Kirche der Heiden geworden ist und noch immer mehr wird: nicht wie einst, Kirche aus den Heiden, die zu Christen geworden sind, sondern Kirche von Heiden, die sich noch Christen nennen, aber in Wahrheit zu Heiden wurden ...

Die Glaubensschützer sind wieder am Werk (30.5.): Anti-Papst-Bündnis in Baden-Württemberg verfassungsfeindlich?
Verfassungsschutz beobachtet Anti-Papst-Bündnis -  Im Verfassungsschutzbericht 2011 des grün-rot regierten Bundeslands Baden-Württemberg wird das Aktionsbündnis "Freiburg ohne Papst" als "linksextremistisch beeinflusst" eingestuft.

Kritik vom Catholika-Kritiker Georg Korfmacher (30.5.): Der Papst schmollt - was da derzeit im Vatikan läuft, spottet jeder Beschreibung.

Linde, Eisenkraut und grünes Gras: Papst Benedikt XVI. hat sich ein eigenes Parfüm kreieren lassen. (dpa, sz, 17.3.): Parfümeur über den neuen Papst-Duft "Ein Holzduft wäre passender" Der Papst duftet bald nicht nur nach Weihrauch, sondern unter anderem nach frischem Gras: Benedikt XVI. hat sich ein eigenes Parfum kreieren lassen. Zu seinem 85. Geburtstag gönnt sich Papst Benedikt XVI. ein eigenes Parfüm - dessen genaue Bestandteile geheim bleiben sollen und das nicht weiterverkauft werden darf.
Kommentar bfg: das hilft auch nicht gegen den Muff von 2000 Jahren ...

Das Elfte Gebot - in der Version von atheisten-info.at (25.1.): Ratzinger ruft zur Missionierung auf Die Besucher dieser Site haben das ja schon öfters zu lesen bekommen: die katholische Kirche bereitet sich darauf vor, hinkünftig das 11. Gebot planmäßig zu verletzen. Das 11. Gebot ist ein von den Säkularen geschaffenes Gebot und lautet: "Du sollst Deine Religion für Dich behalten und niemanden damit belästigen".

Zurück in die Vergangenheit! (23.1. von atheisten-info.at): Papst Ratzinger hat durch sein bisheriges Handeln immer wieder aufgezeigt, dass die Reformen des Zweiten vatikanischen Konzils (1962 bis 1965) seine Sache nicht sind. Er kann natürlich auch als katholisch-unfehlbarer Papst aus zwei Gründen nicht die Beschlüsse eines Konzils kippen. Zum einen, weil sowas einem Papst nach der bisherigen katholischen Tradition nicht zusteht und zweitens, weil dies ja bedeuten w€rde, die letzten knapp fünfzig Jahre katholischer Kirchengeschichte öffentlich als Irrweg zu definieren.

Zu den eher unglücklichen Worten des Pontifex Maximus zu den Diplomaten in puncto (nicht ausgesprochener) Geisselung der Homosexualität ein Kommentar von Georg Korfmacher - zur Erinnerung, der Pontifex, das ist der Papst, der number one Jesus man. Und als Gegenprogramm haben wir Ralf König - einen nicht gesalbten und darum ernszunehmenden König.

Die vom Papst losgetretene Lawine rollt und rollt. Zur Problematik des christlichen Kreuzes in öffentlichen Räumen unserer Republik ein pdf von Georg Korfmacher (2.12.).

Ein neuer Beitrag von Georg Korfmacher (26.11.): Fassade und Realität der Catholica spiegeln sich in den Berichten des Pontifex über dessen Reise nach Benin wider.

Ein neuer Beitrag von Georg Korfmacher (16.11.): Man kann den Spagat, den die höchsten kirchlichen Wüdernträger zwischen Staats- und Kirchenrecht vollbringen müssen, kaum nachvollziehen. Das schmerzt schon, wenn man nur daran denkt. Dazu sein Kommentar als pdf,  auf der gbs-Seite und auf seiner website.

Zusaätzlich zwei neue Beiträge zum Thema Entweltlichung, mit einem vernünftigen Kommentar von Rainer Statz am Ende:
Die Bischöfe rätseln Was meint der Papst mit der Entweltlichung? (BR 21.11.) Zum Abschluss seines Besuches in Deutschland hat Papst Benedikt XVI. den Katholiken eine schwere Aufgabe hinterlassen: Wie sollen sie seine Rede im Freiburger Konzerthaus deuten, in der er die Entweltlichung der Kirche forderte?

In einem Brief von "Universelles Leben", einer kirchenkritischen christlichen Sekte an die Abgeordneten des Bundestags wird das Thema Entweltlichung auch aufgegriffen (21.11.):
Zwei Monate nach dem Besuch Joseph Ratzingers in Deutschland ist sein dringendster Wunsch noch immer unerfüllt geblieben: Die „Entweltlichung“ der Kirche voranzutreiben, die endlich auf ihre „Privilegien“ verzichten sollte. So formulierte er es selbst unmissverständlich in seiner Freiburger Rede.
Nachdem die deutschen Bischöfe, allen voran Erzbischof Robert Zollitsch, diesen Wunsch offenbar hartnäckig hintertreiben möchten,  sind die Politiker um so mehr gefordert,  dem Wunsch des Papstes zu entsprechen und endlich zu handeln und eine konsequente Trennung von Staat und Kirche herbeizuführen.
Wie dringend dies gesamtgesellschaftlich geboten ist und wie sehr es auch dem Wunsch der überwiegenden Mehrheit des Volkes entspricht, das zeigt sich einmal mehr in den Zahlen, die z.B. der  Humanistische Pressedienst  unlängst zutage gefördert hat.

Demnach kann von einer „Rückkehr der Religionen“ keine Rede seinim Gegenteil: „Bei allen kirchlichen Amts­handlungen ist ein deutlicher Rü­ckgang nicht nur bei den absoluten Zahlen zu verzeichnen, die ja gern mit dem allgemeinen demo­graphischen Wandel erklärt werden, sondern auch die relativen Zahlen sind rück­läufig.“
Nur noch knapp fünf Prozent der Bevölkerung besuchen demnach noch einen kirchlichen Gottesdienst. Wären dies die Wähler einer „Gottesdienstbesucher-Partei“, so würde diese Splittergruppe bei einer Wahl nicht einmal mehr ins Parlament gelangen. Die Zahl der Paare, die sich kirchlich trauen lassen, beträgt nicht einmal mehr die Hälfte derjenigen von vor 20 Jahren; bei Taufen sieht es nicht viel besser aus. Und dennoch subventioniert der deutsche Staat diese steinreichen Institutionen unverändert mit, je nach Schätzung, 15 bis 19 Milliarden Euro pro Jahr.
Diese Staatsleistungen an die Kirche gehören umgehend gestrichen, so wie es die Verfassung seit über 90 Jahren verlangt, und zwar ersatzlos. Die Geschäftsgrundlage dafür, so es denn je eine gegeben haben sollte, ist längst entfallen. Die dürren Zahlen der Statistik weisen es aus.

Ein abschließender Kommentar von Rainer Statz (bfg, gbs) dazu: Die Argumentation ist weitgehend richtig, aber unvollständig.  Entweltlichung ist ein Begriff des ev. Theologen Rudolf Bultmann, den man nicht einfach mit Verzicht auf Privilegien gleichsetzen kann. Der Bischofssprecher hat das auch gleich nach der Papstrede so interpretiert. Die gbs München hatte schon im Vorfeld argumentiert: Der Papst hat den Volksvertretern vermutlich nichts Originelles zu sagen, und so war es dann auch. Die Forderung zur Entweltlichung kam aber dann an anderer Stelle, gerichtet an die Leitung der Firma, an die dt. Bischöfe, die das in Gang setzen sollten, nicht die Parlamentarier. Wem sollte man also schreiben? Wo setzt man nun den Hebel an, um da etwas in Bewegung zu setzen?

Der Papst hat mit seiner Freiburger Rede eine Lawine losgetreten. Wir müssen dafür sorgen, dass diese nicht zum Stillstand kommt. Zum Thema Bildung als massives Privileg der Amtskirchen anbei ein Kommentar als pdf von Georg Korfmacher (18.10.).  Vom selben Autor: Von vielen fast übersehen, vom Papst catholica-typisch gefeiert: die Feste der Catholica.

"Für meinen Glauben ist euch nichts zu teuer", so lautet wohl der Wahlspruch von Ministerin Schawan, oder wollte sie einfach nur der Säkularität eins auswischen? Wie die SZ am 1.10. berichtet, wurde noch mehr Geld an den Papst verschwendet: Teurer Papstbesuch - Bildungsministerin Annette Schavan hat Medienberichten zufolge für einen Flug zu einer Audienz bei Papst Benedikt XVI. die Flugbereitschaft des Bundes benutzt - und damit Kosten von 150.000 Euro verursacht. Kommentar bfg: Es ist schon schlimm genug, dass wir eine Bildungsministerin haben, die ihre Bildung von der Kirche hat. Indem sie ihrer Devotion nun mit einer solchen Aktion Ausdruck gibt, outet sie sich auch noch als Verschwenderin. Traurig, sowas, und es verdient beim bfg einen Extraartikel.

Dieselbe Person wurde schon gewürdigt bei atheosten-info.at:  Bundesministerin für Bibelbildung: In Deutschland heißt die Bundesministerin für Bildung und Forschung Annette Schavan, sie ist von der CDU. Die neue Kuratoriumsvorsitzende der ökumenischen Stiftung Bibel und Kultur heißt ebenfalls Annette Schavan.... Annette Schavan sieht ihre Aufgabe in dieser Stiftung darin, sich in den nächsten Jahren zu bemühen "vor allem junge Menschen neugierig auf die Bibel zu machen". Das ist ganz klar eine vorrangige Aufgabe einer Ministerin für Bildung und Forschung, zumindest wenn man eine Ministerin von einer Christenpartei ist. Nicht Bildungsförderung, sondern Bibelförderung ist dann angesagt.

Die FAZ hat sich auf den Sermon mit der Entweltlichung eingelassen, den der Papst von sich gegeben hat (2.10.). Gemäß Benedict  »entweltlicht sich« die Kirche, indem sie Privilegien aufgibt. Nachdem aber noch niemand gesehen hat, wie sie  freiwillig etwas hergegeben hat, muss man das als Reaktion auf die Subventionskritik ansehen. Also wenn die Privilegien hoffentlich bald futsch sind, dann erleben wir die »große Kraft« der Gottesvorstellung wieder ganz direkt. Wer das als Kraft der Dummheit versteht, begeht aber auch keinen Fehler. Laut Papst sind die Menschen ja dann so einsam »in der ganz und gar erklärten Welt«, und wo Gott entschwunden ist, herrscht »Armut«. Das folgt dem Prinzip Gott: es ist alles Humbug, aber vielleicht gibt es dem einen oder anderen Zuversicht. Bemerkenswert sind die Formulierungen, die den Schluss nahelegen, dass sogar Bebedict seinen Gott für verhandelbar ansieht - also alles Schmu. Oder verstehen wir den Papst falsch, und er will mit der Angst vor der "Einsamkeit" bloß Akzeptanz für die Übervölkerung wecken, die er so sehr befördert?

Noch mehr Nachwehen vom berliner Spektakel (28.9.):

Zwei Kommentare zum Papstbesuch (26.9.):
In seiner Bundestagsrede zieht der Papst gegen »die Herrschaft der positivistischen Vernunft« ins Feld, also gegen das wissenschaftliche Weltbild. Was über die objektiven Tatsachen hinausgeht, ist gemäß der Wissenschaft subjektiv, und alle Maßstäbe - zum Beispiel die Rechtsnormen -, können nur vom Menschen gesetzt werden. Der Papst stellt den "göttlichen Willen" über den menschlichen und will die Maßstäbe vom "Göttlichen" schöpfen - und dass die Welt der Vernunft ihm nicht folgt,
nennt er eine »dramatische Situation«. So jubelt er den Leuten in verklausulierter Form die Botschaft unter, die Götter wären nicht von den Religionsstiftern erfunden worden, sondern es gäbe gottgegebene Rechtsnormen, die er den Leuten dringend vermitteln müsste.
Diesem archaischen Unfug haben die Abgeordneten stehend applaudiert, und sie gingen mit der Vorstellung da raus, der Papst hätte keine Mission getrieben. Die meisten haben also gar nicht kapiert, was ihnen da an Wissenschaftsleugnung vorgesetzt wurde. Der Papst kann unwidersprochen wissenschaftsfeindliche Positionen vortragen und kriegt sogar noch Beifall dafür - damit hat er schlicht aufgezeigt, was für Pappnasen wir im Bundestag sitzen haben. Ein stärkeres Argument kann es kaum geben, die Religion endlich stubenrein zu machen und das Säkularitätsdefizit zu beseitigen.
Und  Politiker halten Maulaffen feil

Eine geistreiche Anmerkung liefert atheisten-info.at (24.9.): Ratzinger in Thüringen
Dann lobt er (derPapst) Luther sogar: Luther war leidenschaftlicher Gottsucher. Das ist etwa so wie in dem alten jüdischen Witz, wo ein Gemeindemitglied verstorben ist, das keiner leiden konnte und vor der Beisetzung darum keiner den üblichen Lobspruch über den Verblichenen loslassen will. Nach längerem Zuwarten tritt dann doch einer vor und sagt: "Mohnnudeln hat er so gern gegessen." Mohnnudeln hat also auch Luther gern gegessen und sich die Frage nach Gott gestellt. Dass er diese Frage falsch beantwortet hat, braucht Ratzinger nicht sagen, das ist eh klar.

Die Süddeutsche Zeitung vom 23.9. ist ganz aus dem Häuschen vor Glaubensbeflissenheit, und wohl auch deshalb ziemlich konfus. Die gedruckten Artikel stimmen kaum mit den online-Artkeln zusammen, hier eine Auswahl der iteressantesten Meldungen. Heribert Prantl zu Benedikt XVI. in Deutschland Der Glaube versetzt - in Rage (gedruckt heißt es der grüne, aufgeklärte Papst):
Die Kraft der Kirche zeigt sich darin, wie vehement viele Deutsche den Papst ablehnen. Doch die Abgeordneten, die sich geweigert haben, Benedikt XVI. im Bundestag zuzuhören, haben ihm nur noch mehr Aufmerksamkeit eingebracht. Er hat sie verdient, weil er eine große und menschliche Rede gehalten hat - in der er sich zu den Grund- und Menschenrechten bekennt. Wenn es dem Papst damit ernst ist, müsste das für die Kirche selbst spektakuläre Folgen haben.  Das zielt auf den internen Umgang mit Menschenrechten, Heribert ist gläubig und optimistisch und nimmt die päpstliche Sophistik für bare Münze).
Wie es wirklich darum steht, sieht man in den widersprüchlichen SZ-Artikeln Papst würdigt Luther: "Der Papst übt sich in Ökumene" und Benedikt XVI. erteilt Ökumene eine Absage. Dazu noch ein paar Takte aus dem Leitartikel, wo wieder alles klar wird: "Papst würdigt die deutsche Umweltbewegung" (nicht online). Dort wird der Bedeutung des "Schöpfergottes" für die Freiheit der Menschen und den freiheitlichen Rechtsstaat gehuldigt, denn die Idee der Menschenrechte sei von der Überzeugung enes Schöpfergottes her entwickelt worden. Das ist reine Geschichtsklitterung und klarer Betrug, wenn man die Überwindung der religösen Irrtümer durch die Aufklärung so beschreibt. Tja, und die Fenster müßten wieder aufgerissen werden, und wir müssen wieder die Weite der Welt ... sehen ... sprich, den Atheisten entgaht ja so viel. Das ist pure Religionsromantik, mit der die engstirnige Sicht des Gaubens verbrämt werden soll. Traurige Sache, das Ganze.

Die LORA Sendung zum Papst und auch über die Frohe Prozession.

"Ich glaube ... " - "Ich glaube nicht ..." Streitgespräch zum Papstbesuch (19.9.).

Von der gbs gibt es einen Live-Video-Stream von der Papst Demo hier (am 22.9., bissel holperig).

Kaum ein Tag, wo nicht neue Aktivitäten gegen den Papstbesuch angeschoben werden. Hier die Stellungnahme eines Bundestagsabgeordneten, der den Papst nicht sehen will. (als pdf vom 16.9.). Und ein Link zu web.de, Hälfte der Linksfraktion will Papst boykottieren

In Berlin wurde verfügt, die Fenster müssen geschlossen bleiben, wo der Papst des Weges kommt (vorgeblich wegen Attentatsgefahr, 16.9.). Dafür lehnen sich andere um so mehr aus dem Fenster, die besten Artikel sind hier verlinkt. Am Rande dazu ein Gegenartikel aus der Süddeutschen Zeitung vom 15.9.: Papst-Boykott empört Bischöfe (nicht online). "In Deutschland hat jeder das Recht zu Dummheiten" kommentiert der Regensburger Bischof Gerhard Müller die Verweigerung von ca. 100 Abgeodneten, die nicht zusehen wollen, wie der Papst im Bundestag das Flair des Mittelalters verbreitet. Also endlich mal ein zutreffender Kommentar - der Papst und die Bischöfe wissen schließlich am besten. wie man Dummheiten verbreitet.

Der Meister spricht auch gegen den Papst (12.9.), Richard Dawkins' Speech at Protest the Pope March bei You Tube. Den Text gibt's hier als pdf in englisch und deutsch.
 
Atheisten-Info.at bringt eine Stellungnahme der GESELLSCHAFT FÜR WISSENSCHAFTLICHE AUFKLÄRUNG UND MENSCHENRECHTE (GAM) anlässlich des Besuchs von Papst Benedikt XVI. in Deutschland (14.9.): "Die Huldigung des Papstes durch den säkularen Staat ist gänzlich unangemessen." Allda auch ein Link auf eine Recherche von kreuz.net: "Anlässlich der Heimsuchung Deutschlands durch Papst Ratzinger hat kath.net am 16.9.2011 die Zahlen über die religiösen Verhältnisse im deutschen Bundestag ausgegraben." Es kommt raus dass die Prozentverteilung in etwa wie bei der Allgemeniheit ist.

Georg Korfmacher von der Laizismus-AG der Linken schreibt (13.9.): Demokratie braucht keinen päpstlichen Vormund.

Der offene Brief der gbs an die Bundeskanzlerin als pdf.

In Der Linken stößt der Papstbesuch auf gebremste Begeisterung, dazu Artikel beim hpd (2.9.) und in der SZ (2.9. Papst ohne Plenum): "Benedikt XVI. im Bundestag - Papst ohne Plenum von Daniel Brössler. "Er wäre das erste Kirchenoberhaupt, das im Bundestag spricht. Vor allem Abgeordnete der Linken reagieren empört auf den geplanten Besuch Benedikts XVI. Sie wollen zu seiner Rede nicht erscheinen. "Der Papst hat im Parlament nichts zu suchen", moniert Fraktionsmitglied Ulla Jelpke - und stellt sich damit gegen Gregor Gysi."

Die Law-and-Order-Partei Freie Bürger für demokratische Werte schreibt am 31. August 2011 in einer Pressemeldung zum Papst: Warum ein Katholik im Amt Proteste gegen den Papst behindern muss -  „Sie können nicht anders“ (bezieht sich auf die Spiegel-online-Meldung mit der Überschrift: „Behörden verbieten Proteste gegen Papstbesuch“ (28.8.11).
Laut Spiegel verweigert die Versammlungsbehörde in Berlin bis zur Stunde dem Bündnis „Der Papst kommt“ eine Kundgebung am Brandenburger Tor. Auch in Freiburg und in Erfurt haben die Behörden demnach Informationsstände der Papstgegner noch nicht genehmigt.
Dies ist gewiss kein Zufall“, meint die Partei. „Vielleicht sollte man einmal genauer hinsehen, welche Beamten genau in welcher Behörde zuständig waren und diese Mauertaktik veranlasst haben, ob sie dabei weisungsgebunden waren, welchen Titel sie tragen und welcher Konfession sie angehören. Und dann wird man unter Umständen feststellen: Sie können gar nicht anders.“
Handele es sich nämlich um Katholiken, so entspreche dieses Verhalten geradezu den Maßgaben ihres Glaubens. Nach dem katholischen Katechismus sei es nämlich „die Gewissenspflicht“ des katholischen Laien, „die Vorschriften der staatlichen Autoritäten nicht zu befolgen, wenn diese ... den Weisungen des Evangeliums widersprechen“ (Nr.2242). Was das aber genau sei, das bestimme letztlich der Papst allein und sonst niemand. „Das heißt im Klartext“: „Ein Politiker oder ein Beamter darf sich nach katholischer Lehre gar nicht an die Gesetze halten, wenn  es den kirchlichen Interessen - getarnt mit der scheinheiligen Chiffre ‚Evangelium’ - widersprechen würde.“ Der katholische Laie müsse laut Katechismus „an der äußersten Front des Lebens in der Kirche“ stehen, und zwar „unter der Führung des Papstes als des gemeinsamen Hauptes“ (Nr.899).
Wenn dann maßgebliche Politiker äußerten, sie erhofften sich vom Besuch des Papstes „wesentliche Impulse“ für Deutschland, so bleibe die Frage: „Was kann der Chef eines absolutistischen Regimes an Impulsen schon liefern? Vielleicht ist ja die Behinderung von Protestaktionen bereits ein erstes Umsetzen päpstlicher ‚Impulse’ - denn von Demonstrationen im Vatikan hat man noch nie etwas gehört. Soll am Ende auch unsere Zukunft so aussehen?“

Info zur neuesten Aktion der gbs-Regionalgruppe München jetzt auch im Blog: Offene Briefe zur Papstmission im Bundestag (26.8.) Dazu ein Kommentar von Georg Korfmacher auch als pdf (28.8.).

Die Protestschreiben der gbs München als pdf - Anregung zum Selberprotestieren oder nur Erbauung (24.8.).
Atheisten-info.at hat den aktuellen Stand (19.8.): Etwa 20.000 Menschen demonstrierten in Madrid gegen Papstbesuch. Gut 150 Organisationen, darunter auch basiskirchliche Gruppen, hatten zur Demonstration anlässlich des Besuchs von Papst Benedikt XVI. in der spanischen Hauptstadt aufgerufen. Bevor der Papst am 18.8.2011 in Madrid zum Weltjugendtag eintraf, folgten mehr als 20.000 Menschen am Mittwochabend ihrem Aufruf. "Keinen Cent meiner Steuern für den Papst - für einen laizistischen Staat." Kommentar bfg: Das ist eine schöne Entwicklung in einem Staat, der vor einigen Jahren noch den Katholizismus als Staatsreligion hatte. Es tut sich was.

Und gleich weiter zur Benennung der Papstkosten (19.8.): In Spanien wurde gegen den Papstbesuch auch wegen der hohen Kosten demonstriert. Der Besuch vom Ratzinger in Deutschland im September 2011 kostet auch wieder einen Haufen Geld. Laut eines Spiegelberichtes soll der Ratzinger-Besuch der katholischen Kirche 25 Millionen Euro kosten.

Interessante Anfragen der Linksfraktion zum Papstbesuch (18.8.) . da klinkt man sich endlich auch ein:

 

  • Welche Kosten werden im Rahmen des Papstbesuches für welche Posten anfallen, und wer wird diese Kosten tragen?
  • Welche Kosten entstanden für den Bundeshaushalt in Folge der letzten zwei Besuche des Papstes, und für welche Maßnahmen?
  • Welche „Sicherheitsmaßnahmen“ wie etwa Absperrungen und Polizeikontrollen sollen für den Besuch getroffen werden?

Was die Gegenseite tut, um den Papstbesuch zu stützen? Nein, man übernimmt nicht die Kosten, und man hat auch nicht vor, inhaltlich auf demokratischen Standard zu gehen. Was wirklich getan wird ist - beten. Die Katholiken beten schon eifrig für die Atheisten, damit sie zur Einsicht kommen mögen. Es wird eine schwierige Reise für den Heiligen Vater ...

Ein interessanter Vergleich ist als pdf bei atheisten-info.at runterzuladen (8.8.). Erwin Peterseil hat sich die Mühe gemacht, den Papstbesuch 2007 in Österreich nochmal unter die Lupe zu nehmen (aus Jessasmaria 3 / 2007 von freidenker.at): Dass der Papst im September nach Österreich kam, bescherte uns jede Menge an aufgeregter devoter Hofberichterstattung und ließ Kritik weitgehend vermissen. Es tut uns zwar echt weh, im Oktober noch weiter Herumzupapsteln, aber was gesagt wurde und noch gesagt werden soll, muss geschrieben und gesagt werden ...
Und hier das zentrale christliche Zitat: "Der Preis, den man dafür (Sälularität) zahlt, ist, dass ganze Generationen von den Wurzeln ihrer eigenen Kultur abgeschnitten werden. Sanftmut, Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, Pazifismus und Leidensbereitschaft kann man zur Not auch im Ommmmm-Gebrumme einer esoterischen Sekte "lernen". Aber nicht zu wissen, woraus das alles entstanden ist, was uns über Jahrhunderte geformt hat, in einer Kulturleistung ohnegleichen, ist ein unersetzlicher Verlust."
Dazu antwortet Erwin Peterseil ganz richtig: "... dass dieses Wissen nicht mehr vermittelt wird: wann wurde es vermittelt? Ich habe vor gut 40 Jahren die Schule beendet, damals wurde mir noch eingetrichtert, dass der Nichtbesuch von Beichte und Kommunion oder gar die Abkehr vom Glauben mit Hölle und Fegefeuer bestraft werde. Meinetiefkatholische Großmutter traute sich nicht zu sterben, weil sie entsetzliche Angst vor den Sündenstrafen im Jenseits hatte. Das war die Originalkultur des Christentums ."
Am Ende wird doch ein positives Fazit gezogen: "es gibt kein christliches Österreich", wie die mangelnde Beteiligung zeigt. "Die vermeintliche Papst-Euphorie war nur eine kirchliche und eine mediale." Das sollte den Aktivisten bei der Papst-Tournee 2011 zu denken geben.

Verfassungsrichter lassen sich auf Papstbesuch ein (6.8.) von freie-buerger-fuer-demokratische-werte, wo man allerhand Infos zum Papstbesuch nachlesen kann. Von dieser Organisation wird auch eine Luftballon-Aktion unternommen. Man kann die Luftballons dort gegen eine Selbstkostenbeteiligung bzw. eine Spende beziehen. Zum Text über die verfassungsschändenden Verfassungsrichter:
Es ging in der Nachrichtenflut irgendwie unter - und erschien dort auch nur ganz kurz mit zwei Zeilen im Kleingedruckten. Und doch verbirgt sich dahinter ein ausgemachter Skandal, der erneut belegt, wie weit die Klerikalisierung unseres Staates bereits fortgeschritten ist:  „Darüber hinaus trifft sich der Papst am 25. September auch mit den Bundesverfassungsrichtern im Freiburger Priesterseminar.“ (BILD-online, 20.7.11) „ ... mit den ...“ - das betrifft offenbar alle 16 Verfassungsrichter! Jedenfalls wurde die Meldung nicht dementiert, und ein freundlicher Brief der Freien Bürger an den Präsidenten des Bundesfassungsgerichts, Prof. Dr. Andreas Voßkuhle, was es denn damit genau auf sich habe, blieb bislang unbeantwortet.
Ist das wirklich möglich, dass sämtliche Verfassungsrichter, die die weltanschauliche Neutralität unserer Staates wie niemand sonst zu garantieren haben, sich nicht nur mit dem Weltmissionar Joseph Ratzinger treffen wollen, sondern ihm auch noch nachreisen, und zwar sogar in eine katholische Kaderschmiede?! Sind die von allen guten Geistern verlassen - und was soll der Besuch eigentlich bezwecken?
Vielleicht könnten Sie von Ihrer Seite aus diesen unerhörten Plan noch einmal gebührend aufs Korn nehmen. Wenn die höchsten deutschen Richter schon keinen Sinn mehr für die Würde des Rechtsstaats haben - wer dann?
In welche Schieflage dieser Staat inzwischen geraten ist, zeigt sich auch an der geplanten Großberichterstattung des aus öffentlichen Mitteln finanzierten Zweiten Deutschen Fernsehens, die über alle Stationen des Besuchs von Joseph Ratzinger und offenbar fast rund um die Uhr erfolgen soll, wie die Katholische Nachrichten-Agentur mit Stolz verbreitet.

Der denkladen widmet dem Papstbesuch einen neuen Schwerpunkt (4.8.). Wer sich über seine Scheinheiligkeit näher informieren möchte oder mittels kritischer T-Shirts, Aufkleber und Buttons ein Zeichen setzen will, derjenige oder diejenige kann sich dort umsehen.

Kritik auch am Fernsehauftritt des Papsten am 17.9. im deutschen Fernsehen (pdf der LAG vom 31.7.).
Das Bündnis „DER PAPST KOMMT“ macht nicht nur die Berliner Demo am 22. September, sondern man kann dort auch eine Resolution gegen den Papstbesuch unterzeichnen. Zudem werden Botschaften, Sprüche und Leitsätze als Plakatsprüche gesucht (Stand 29.7.).
„Wo Gott ist, da ist Zukunft“ lautet das Motto der katholischen Kirche anlässlich des Papstbesuches im September. Wir suchen Botschaften, Sprüche und Leitsätze von Euch, die für die Demo als Plakatsprüche benutzt werden können. Diese werden auf der Homepage zur Abstimmung gestellt. Die besten Einsendungen können dann für die Demonstration auf www.DerPapstKommt.de heruntergeladen werden. Wir freuen uns über zahlreiche Vorschläge (die Mailadresse steht auf der DerPapstKommt-page).

Der Papst hat viel Erfolg, jetzt beschwört er dies auf sich herab (20.7.): Aktion Großflächenplakate für die Hauptstadt!
Das Kirchenaustrittsjahr geht in die nächste Runde. Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten hat für die Zeit des Papstbesuches Flächen für Plakate in Berlin gebucht. An rund 20 Orten in Berlin soll damit für den Kirchenaustritt geworben und gleichzeitig gegen das Finanzgebaren der Kirchen protestiert werden. Für die Aktion konnte der renommierte Künstler Jacques Tilly gewonnen werden, dessen wunderbar bissige Version der Arche Noah sicher für Aufregung sorgen wird. Damit die Aktion auch wirklich stattfinden kann, brauchen die Kampagneros jedoch noch Spendengelder.

Auch das Folgeprogramm steht unter Beschuss (19.7.).  Zum Papstbesuch in Freiburg am 24.und 25.9. hat sich eine Protestbewegung formiert. "Freiburg ohne Papst" heißt eine Gruppe von Bürgern, die den Besuch von Papst Benedikt XVI. ablehnen. Warum die Papstgegner den Pontifex nicht in Freiburg sehen wollen, beschreibt die Badische Zeitung. Argument u.a.: "Die Menschen sind bei der kleinsten kritischen Bemerkung schnell verletzt, ihnen ist es aber ganz egal, wie die katholische Kirche mit ihren moralischen "Positionen" andere Leute am laufenden Band verletzt, zum Beispiel die Schwulen und die Frauen, die nicht Priesterinnen werden dürfen und in keiner Weise gleichberechtigt sind." Es geht auch um die Kosten, die der Stadt und dem Staat entstehen, und um vieles anderes mehr. Hierzu ein Nachtrag vom 27.7.: "Wenn Benedikt XVI. im September durch Deutschland reist, werden ihn Proteste begleiten. Die Fronten zwischen Kirche und Kritikern sind verhärtet."

Die Stellungnahmen gegen den Papstauftritt häufen sich (Stand 15.7.), nachdem der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags die Petitionen gegen den Papst-Auftritt abgewiesen hat:

 

 

  • "Papst im Bundestag: Abgeordnete haben keine Anwesenheitspflicht" schreibt www.wissenrockt.de
  • Beim gbs München gibts ein passendes Update zu dem Thema - "Petitionsausschuss: Papstrede nicht Arbeit der Abgeordneten."
  • "Der Papst soll draußen bleiben! Keine Papstrede im Deutschen Bundestag!" fordert die Seite freie buerger fuer demokratische werte. Dort beschwert man sich auch über die Berliner Plakatfirmen,  die ein Großplakat "Keine Papstrede im Bundestag!" nicht aufhängen wollten. Inhalt: "Der Papst ist kein echtes Staatsoberhaupt, sondern ein Religionsführer mit diktatorischer Macht, der in einem demokratisch gewählten Parlament nichts verloren hat. Er ist verantwortlich für die Vertuschung weltweiter Sexualverbrechen. Dieser Besuch wird die deutschen Steuerzahler mindestens 100 Millionen Euro kosten. (Plakatansicht unter www.freie-buerger.org)"
  •  "Berlin ist nicht Papst!"  schreibt der atheist media blog zum selben Thema. "Die Stadt ist frei, offen, kreativ - und weltlich ... Es ist die „Hauptstadt des Atheismus“, wie ein amerikanischer Journalist schrieb. Aber das wäre zu kurz gegriffen. Ob Kaiser oder NS-Katastrophe, ob Stalinismus im Osten oder militanter Antikommunismus im Westen - nichts konnte der freigeistigen, linksliberalen und weltoffenen, wenn auch bisweilen gewöhnungsbedürftig-ruppigen, Grundschwingung dieser Stadt etwas anhaben." Der Originalartikel steht im Tagesspiegel.

Von der LAG Laizismus der Linken meldet sich Georg Korfmacher mit dem pdf Papst droht mit Wort zum Sonntag (13,.7.) und Papst wird nicht missionieren (15.7.). "Die Regionalgruppe München der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) ist mit ihrer Petition zwar aus formalen Gründen gescheitert, jedoch vom Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages verbindlich dahingehend informiert worden, dass der Papst „über aktuelle weltpolitische Fragen“ sprechen wird, so dass in keiner Weise die religiöse und weltanschauliche Neutralität unseres Staates infrage gestellt sei." Warum das unbefriedigend ist, steht in dem pdf.

Link auf den Artikel der gbs München, die als erste eine Petition an den Bundestag verfasst hat, des Inhalts, beim geplanten Papstauftritt im Bundestag handele es sich nicht um eine politische Rede (12.7.).
Noch eins drauf beim Hickhack um den Dodo-Preisträger Kissler (2.7.), jetzt bei der Gerüchteküche um die katholische Spaltung. Kommentar bfg: Das mit dem Focus stimmt, die werden immer rassistischer und rechtskonservativer, tragen stark religiotische Züge. Tja, wenn die Leute sonst nix zu tun haben...
Wie die christliche Sudelpresse gegen die Papstkritik angeht, sieht man sehr schön bei einem Artikel in The European: Papstbeschimpfung aus der SPD. "Ist Benedikt XVI. eine verdammungswürdige Person und hat deshalb im Bundestag nichts zu suchen? Wie der Religionshass die Grundlagen der Republik untergräbt." Wenn es schon nicht für sachliche Argumente reicht, werden die "Papstverdammer" persönlich angegriffen. Bedauerlich das Niveau, auf das sich die Konterkritik eingelassen hat.

Ein Hintergrundartikel, 27.6. Staat und Religion: von Georg Korfmacher, gbs-München.
Was will der Papst in Berlin wirklich?
Nach der Einladung des Papstes durch den Bundestagspräsidenten Lammert fragen sich viele Bundesbürger, was denn der und besonders dieser deutsche Papst wirklich in Berlin will. Was hat ein dogmatischer, undemokratischer Theokrat der höchsten demokratischen Versammlung unseres Staates zu sagen, was wir nicht schon längst wissen bzw. zunehmend nicht mehr hören wollen.
Die Regionalgruppe München der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) hat deswegen eine Petition beim Deutschen Bundestag eingereicht, allerdings mit einiger Skepsis, gehört zu werden. Zu sehr stehen sich unsere Politiker selbst im Wege, wenn es um Angelegenheiten mit kirchlichem Hintergrund geht. Konzeptlos und mutlos stehen sie allesamt vor der mehr als 90-jährigen Forderung unseres Grundgesetzes (§140 GG in Verbindung mit Art. 138 WRV), die Staatsleistungen an die Religionsgesellschaften (Amtskirchen) abzulösen. Sie versuchen, sich durch eine Haltung zu profilieren, die man nur als päpstlicher als der Papst bezeichnen kann. Dieses Unikat deutscher Demokratie ist für alle Politiker ebenso beschämend wie für den deutschen Papst. Schon der Papstbruder hatte in einem SPIEGEL- Interview dekretiert, dass es sich doch um berechtigte Ausgleichzahlungen handele. Da wird ihm sein unfehlbarer Bruder bei all seiner Heiligkeit wohl nicht ins Wort fallen und zu diesem heiklen Thema diskret schweigen.
Aber was dann? Der Papst kennt in seinem Staat und seiner Amtsführung keine Gewaltenteilung, die Menschenrechte erkennt er nicht an, der Atomwaffensperrvertrag scheint für ihn ein Buch mit sieben Siegeln, konzediert Homosexuellen ein Kondom, das er heterosexuellen Paaren verweigert, kehrt Missstände und Gesetzesverstösse aller Art mit einer eigenen Gesetzgebung (CIC) unter den Teppich, deckt Knabenschänder durch Versetzung in andere Gemeinden, wo diese dann ihr Handwerk weiter zelebrieren, spricht vorne Frieden und tritt hinten für die radikale Piusbruderschaft ein - und verweigert anderen christlichen Glaubensgemeinschaften den Kirchenstatus -, nimmt den Holocaust-Leugner Williams nach dessen Exkommunikation wieder huldvoll in seine Kirche auf und lässt unbarmherzig alle deutschen Katholiken exkommunizieren, die - aus welchem Grund auch immer - z.B. keine Kirchensteuer zahlen. Ein widerlich deutsches Phänomen mit Unikatscharakter.
Bei all diesen Vorraussetzungen schämen sich unsere Politiker nicht einmal, sich vom höchsten katholischen Würdenträger in Deutschland, Bischof Zollitsch, massregeln zu lassen, dass ihre Anwesenheit während der Papstrede nicht nur Pflicht, sondern gar ihr „Prüfstein“ sei. Solche Absurdität und widerlich antidemokratische Abmassung ist wohl kaum mehr zu überbieten. Da kann man nur gespannt sein, was der Papst da noch draufzusetzen hat. Eine Katechismusstunde wird er wohl nicht abhalten. Dafür sieht unser Grundgesetz präzise die Schule und nicht das Parlament vor.

Wer die Resolution gegen den Papsbesuch unterschreiben will, kann das tun bei Der Papst kommt! Bündnis gegen die menschenfeindliche Geschlechter- und Sexualpolitik des Papstes. Wer selber eine Petition machen will. kann das auf der Seite vom Bundestag tun. Die Regionalgruppe München des Förderkreises der Giordano-Bruno-Stiftung hat das am 18.06.11 gemacht. ihre Online-Petition an den Deutschen Bundestag als pdf.


(Die Demo findet in Berlin statt)
Ein Grußwort des Künstlers und bfg-Vorstands Wolfram Kastner (16.6.):
wenn der herr papst ins nazi-olympia-stadion nach berlin kommt, helfen wir gerne beim sakralen catering mit. seit etlichen jahren (seitdem „wir papst“ sind) vertreiben wir einen sakralen senf „heiliger stuhl“, hergestellt von der eigens dafür gegründeten firma „PAPST“ GESELLSCHAFT FÜR SAKRALES MARKETING. in marktl, allwo der herr papst geboren wurde, gibt es nämlich tatsächlich auch papstwürste („papststäbe“).
neben diversen anderen ausscheidungen des papstkultes wie papstbier, papstwein, papstbrot, papsttorte. fette wurst ohne senf, das geht nicht gut, so glauben wir in unserem tiefsten inneren und haben deshalb diesen heiligen stuhl hergestellt, für 2.99 € das glas. mit den besonderen inhaltsstoffen, benedictin, hocuspocus, spiritus sanctus und inquisitin.
damit den gläubigen nach dem genuss von frommen sprüchen, papstwürsten und heiligem stuhl nicht schlecht wird, haben wir auch „heiligen geist“ im sortiment - alles von echt vatikanischer qualität! unter www.heiligerstuhl.org kann man das alles auch schon vorab ordern und sich ebenso wie andere (un)gläubige vor übelkeit bewahren.
vielleicht können wir vor dem stadium (wo dann - wie im konkordat der nazis mit dem vatikan von 1933 - geistig  zusammenkommt, was auch historisch zusammen gehört -), einen kleinen stand bekommen für „heiligen stuhl“ und  „heiligen geist“.
die trennung von kirche und staat ist ja schon lange kein politisches thema mehr in unserem papstland. also nehmet hin und esset alle davon!
(evtl. wird die Speisung stattfinden, wenn der herr papst zwischen dem 22. und 24. september 2011 im berliner olympia-stadion unseligen angedenkens  seine schafe versammeln wird.)

über den aggressiven Atheismus - (12.6.) der Regensburger Bischof Müller über den Papstbesuch in Berlin und die Lage der Kirche. Kommentar bfg: Was in diesem pdf von atheisten-info-at zum Vorschein kommt, ist eine Lektion über den aggressiven Theismus. Um es ganz klar zu sagen, was Sache ist: Der Papst sitzt in seinem Palast auf seinen Reichtümern und schaut zu, wie die überzähligen Menschen verrecken, die auf sein Betreiben hin geboren werden müssen. Der Papst gehört nicht vor den Deutschen Bundestag, sondern vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Der Versuch, ihn zur Rechenschaft zu ziehen, ist weiter unten beschrieben (Strafanzeige gegen Dr. Joseph Ratzinger, hier die Pressemitteilng vom Deutschen Buindestag zum Papstbesuch).

Vom KNA-NewsTicker - Papstgegener planen Demonstration - Berlin 10.06.2011. Die Pläne für eine Protestdemonstration zum Papstbesuch in Berlin nehmen Gestalt an. Bei ihrem dritten „Netzwerktreffen“ stimmten Vertreter von 32 Trägerorganisationen am Donnerstagabend in Berlin für eine Gegenveranstaltung am 22. September um 16 Uhr.

Schon in England gab es Proteste gegen den Papstbesuch (s.u.), und nun regt sich neuer Protest. Im September 2011 besucht Papst Benedikt XVI. Deutschland. Dabei spricht er auch vor dem Deutschen Bundestag in Berlin. Dagegen richtet sich der Protest. Der Papst steht für eine menschenfeindliche Geschlechter- und Sexualpolitik. Sie grenzt Menschen aus und diskriminiert. Hier ist der Link zu Online unterschreiben gegen den Papst. (eine Petition der Lesben, Schwulen und Transgender gegen den Papst im allgemeinen, aber nicht konkret gegen irgendetwas im Bundestag.)

Kommentare zu fragwürdigen päpstlichen Aktivitäten, in der New York Times: Hold the Halo von MAUREEN DOWD, Published: April 23, 2011. Es geht um die beschleunigte Seligsprechung, Santo subito:
"Hoping to get a P.R. boost by resurrecting John Paul’s magic, Benedict fast-tracked the process, waiving the usual five-year wait before starting. But it won’t take away the indelible stain left by a global sex scandal that continues to sulfurously bubble as we celebrate Easter. The latest grotesquerie, amid a cascade of victims coming forward in Belgium, was a TV interview with the former bishop of Bruges, who serenely admitted abusing two nephews."
Also um die neuen Skandale zum Beispiel in Belgien zu übertünchen, wird die Seligsprechung forciert. Der bfg meint dazu, santo nix subito. Weitere Kritik kommt von dem bewährten freigeistigen Sender atheisten-info.at (3.5.):  Katholisches Milliardenmärchen - es war gar nicht so toll. "Die Seligsprechung von Papst Wojtyla war keine große Sache, nicht einmal in Polen rief sie besonderen Enthusiasmus hervor. Trotzdem glaubt man in manchen katholischen Kreisen, im Nachhinein daraus ein Weltereignis machen zu müssen."

Am 1.5. findet dieunselige Seligsprechung statt,  die Opfer kritisieren die Seligsprechung. "Als 2010 zahlreiche von katholischen Klerikern begangene Kindesmissbräuche ans Licht gelangten und die Vertuschungen durch den katholischen Machtapparat nicht mehr funktionierten, wurde auch das Verhalten von Karol Wojtyla, vulgo Papst Johannes Paul II., thematisiert, in Österreich war dazu in Profil ein Artikel "Der Unselige - wie selig ist Johannes Paul II., vormals Papst und Schutzpatron der Kinderschänder?" zu finden. Vorerst schien es tatsächlich so, dass die intensive Mitwirkung Wojtylas an der katholischen Vertuschungspraxis die geplante Seligsprechung auf l&