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Taschenspielertrick des Kardinals? - Ex-Regensburger Domspatz Michael Sieber zum Rücktrittsangebot von Reinhard Marx

Zuletzt aktualisiert von presse am 9. Juni 2021 - 16:09

Am vergangenen Freitag ging die Meldung über die Medienticker, dass der Kardinal von München und Freising, Reinhard Marx, den Papst um seine Entlassung gebeten hatte. Den Brief dazu soll er höchstselbst am 21.Mai in den Vatikan gebracht haben. Michael Sieber, einer der Sprecher der Aufarbeitungskommission der Missbrauchsfälle bei den Regensburger Domspatzen, vermutet ein Ablenkungsmanöver von Marx, um so von seinem eigenen Versagen abzulenken.

Nach seinem Rücktritt von der Leitung der deutschen Bischofskonferenz im letzten Jahr, dem Verzicht auf den Bayerischen Verdienstorden und einer Spende von 500.000 Euro aus seinem Privatvermögen war das der vierte auffällige und unerwartete Schritt des Bischofs.
Radio LORA-Mitarbeiterin Heidi Kaiser hat darüber mit dem Ex-Regensburger Domspatz Michael Sieber gesprochen. Als erstes wurde der gefragt, ob er an einen konkreten Anlass für dieses Rücktrittsgesuch glaubt.