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Veranstaltung: Gott trifft Darwin - Die Evolution der Religion

Zuletzt aktualisiert von presse am 25. September 2019 - 10:40

Der Soziobiologe Eckart Voland entwickelt in seinem Vortrag am 15. Oktober Szenarien für die Entstehung von Religiosität, nach denen Gläubigkeit nicht „vom Himmel fiel", sondern sich in die Erzählung der Evolution einfügen lassen.

Darwins Evolutionstheorie sieht den Menschen und sein Schalten und Walten konsequent eingebunden in das irdische Naturgeschehen. Wozu also, wenn es doch letztlich um das diesseitige „survival of the fittest“ geht, sollte sich der Mensch in den Glaubenslabyrinthen des Religiösen verlieren? Wozu Vorstellungen von Transzendenz? Wozu Hoffnungen auf Liebe und Ängste vor Strafe aus Quellen, die naturwissenschaftlich gar nicht darstellbar sind und deren Seinsweise auch dem Gläubigsten unklar bleiben muss? Prof. Dr. Eckart Voland entwickelt Szenarien für die Entstehung von Religiosität, die in der Summe die Interpretation nahelegen, dass auch Gläubigkeit nicht "vom Himmel fiel", sondern sich in Darwins grandiose Welterzählung einfügen lässt.

Zum Referenten:
Prof. Dr. Eckart Voland (Foto: Evelin Frerk) studierte Biologie und Sozialwissenschaften an der Universität Göttingen, wo er auch promovierte und sich habilitierte. Von 1995 bis zu seiner Emeritierung 2015 lehrte er als Professor für Philosophie der Biowissenschaften am Institut für Philosophie der Justus-Liebig-Universität Gießen und außerdem an der ETH Zürich. Voland forscht auf den Gebieten der evolutionären Anthropologie, Biophilosophie und historischen Demografie und ist Beiratsmitglied der Giordano-Bruno-Stiftung.

Ort: Seidlvilla, Nicolaiplatz 1b, 80802 München
Zeit: 15. Oktober 2019
Beginn: 19.30 Uhr
Eintritt frei

Veranstalter: Bund für Geistesfreiheit München und Regionalgruppe München der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs-muc.de)