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"Volkstrauertag"

Zuletzt aktualisiert von bfg Erlangen am 15. November 2016 - 14:39
„Volkstrauertag“ 2016 in Pommersfelden: Gemeinsames Erinnern vor der Inschrift "lernt glauben – lernt kämpfen – lernt sterben". Unfähigkeit von Politik, Kirche und Militär, mit militaristisch-nationalistischer Vergangenheit zu brechen? Foto: Frank Riegler

Kriegerdenkmal

Krieger denk mal!

Auf der im Jahr 2013 neben dem Kriegerdenkmal in Pommersfelden angebrachten Tafel steht:

Pommersfelden im Jahr 2013

Das Pommersfeldener Denkmal für die Gefallenen der Kriege steht seit dem Jahr 1935 an dieser Stelle. Maßgeblichen Einfluss auf die Gestaltung dieses Denkmals nahm der ev. Pfarrer Karl Geuder, der später in St. Lorenz / Nbg. wirkte und in der bekennenden Kirche aktiv war.

Die Gestaltung des Kriegerdenkmals trägt in seiner Ausführung den sich steigernden aggressiven Geist während des Nationalsozialismus in sich. Vor allem die Inschrift der drei Kreuze

"lernt glauben – lernt kämpfen – lernt sterben"

erscheint vor dem Hintergrund eines Weges hin zum Weltkrieg heute als bedenklich.

So halten es die politische Gemeinde Pommersfelden und die beiden großen christlichen Konfessionen in Abgrenzung zur Erstinschrift für angemessen, sich den abschließenden Worten des späteren Pfarrers Karl Glenk anlässlich einer Predigt über diese Inschrift anzuschließen:

Lernt leben in Frieden

Politische Gemeinde, Kirchen und Militär
gedenken am „Volkstrauertag“ der Opfer der Kriege von
1870/71, 1914/1918 und 1939/1945.
In Pommersfelden / Mittelfranken auch im Jahre 2016 vor einem
„Kriegerdenkmal“, das seit 1935 Hetze für den Krieg betreibt.

Die „erklärende“ Tafel ist Ausdruck der
Unfähigkeit von Politik, Kirche und Militär, mit der
militaristischen/nationalistischen Vergangenheit zu brechen.

Frank Riegler
Für den Bund für Geistesfreiheit Erlangen

Siehe hierzu auch den kritischen redaktionellen Beitrag aus der Lokalpresse vom Oktober 2012 sowie das Protokoll der Gemeinderatssitzung vom 13.6.2013 (Seite 4, TOP 3)